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Verlängerter LockdownIn Österreich fällt die Wintersaison für Gastronomen endgültig aus

Die Regierung des Landes hat am Sonntag eine Verlängerung des Lockdowns bekanntgegeben. Restaurants und Hotels bleiben nun auch im Februar geschlossen.Daniel Imwinkelried 17.01.2021 - 14:08 Uhr Artikel anhören

Österreichs Bundeskanzler hat angekündigt, dass der Lockdown bis zum 8. Februar verlängert werden soll.

Foto: AP

Wien. Zwei Tage bevor die deutsche Regierung über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie entscheidet, hat Österreich die Maßnahmen nochmals leicht verschärft. Eigentlich war geplant gewesen, den derzeit herrschende „harten“ Lockdown am 25. Januar weitgehend zu beenden.

Am Sonntag hat Bundeskanzler Sebastian Kurz nun aber angekündigt, dass er bis zum 8. Februar verlängert werden soll. An jenem Tag werden der Einzelhandel, die Erbringer von körpernahen Dienstleistungen und Museen wieder öffnen dürfen. Kurz hofft, dass die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz (gemeldete Infizierte auf 100.000 Einwohner) bis zum 8. Februar in Richtung von 50 fallen wird. Derzeit liegt sie bei 131.

Schlecht sieht es unter allen Umständen weiterhin für die Gastronomie und die Hotellerie aus, die in den westlichen Bundesländern und in Wien ein relativ großes wirtschaftliches Gewicht haben. Er sehe, so sagte Kurz, keine Möglichkeit, die Betriebe im Februar öffnen zu lassen.

Spätesten bis Mitte Februar will er aber entscheiden, wie es mit dieser Branche weitergehen wird. Klar ist aus heutiger Sicht, dass die für den österreichischen Tourismus überaus wichtige Wintersaison fast vollständig ausfällt.

Allerdings lohnt es sich für Hotels ohnehin nicht, den Betrieb aufzunehmen, solange die deutsche Regierung vor Reisen nach Österreich warnt. Die Hoffnungen der Touristiker ruhen nun darauf, dass sie an Ostern wenigstens noch Geschäfte in eingeschränktem Maß machen können.

Restaurants und Hotels erhalten wie die Betriebe anderer Sektoren vielfältige Finanzhilfen. Wie Deutschland kennt Österreich das Instrument der Kurzarbeitsentschädigung. Daneben können sich die Unternehmen entscheiden, ob sie den vom Staat offerierten Fixkostenzuschuss (max. 800.000 Euro pro Betrieb) oder den Verlustersatz (max. 3 Millionen Euro pro Betrieb) in Anspruch nehmen wollen.

FFP2-Masken-Pflicht in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln

Änderungen gibt es auch im Alltagsleben der Österreicher. Kurz rief die Bewohner dazu auf, möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Personen zu halten. Ab dem 25. Januar müssen die Kunden von Läden und die Nutzer von Verkehrsmitteln eine FFP2-Maske tragen. Homeoffice ist entgegen dem Rat gewisser Experten keine Verpflichtung, sondern bloß eine Empfehlung.

Wie in anderen Ländern leidet die Wirtschat in Österreich stark unter der Pandemie, und viele Leute sind der einschneidenden Maßnahmen überdrüssig. Kurz machte am Sonntag deshalb auch ein wenig auf Optimismus. Im Sommer werde wieder „vollkommene Normalität“ herrschen, sagte er.

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Diese Prognose fußt vor allem auf einer rasch voranschreitenden Impfung weiter Teile der Bevölkerung. Mit den bisher zugelassenen Impfstoffen soll es laut Kurz möglich sein, bis Ende April alle über 65-jährigen Bewohner des Landes zu impfen. Falls demnächst auch der Impfstoff von Astra-Zeneca zugelassen wird, soll dieses Ziel schon Ende März erreicht werden.

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