Telekommunikation: Superlative in Magenta: Die Telekom erobert die USA – doch ein Risiko bleibt
Der Chef von T-Mobile US treibt das Wachstum in den USA mit einem Fokus auf 5G-Mobilfunk.
Foto: APNew York, Düsseldorf. Eine Landkarte der Vereinigten Staaten von Amerika färbt sich Magenta. Der Farbstrom taucht Straßen in ländlichen Regionen sowie Brücken und Hochhäuser in den Großstädten in die Telekom-Farbe. Die Bilder sind Teil einer Werbekampagne, mit der T-Mobile US ihren Selbstanspruch auf Marktführung bekräftigt. Den Rivalen AT&T hat die die Telekom-Tochter bei den Kundenzahlen bereits hinter sich gelassen. Nun fordert das Unternehmen die Nummer eins im amerikanischen Markt heraus: Verizon.
Nach jahrelangen Verhandlungen hat T-Mobile US vergangenen April den Konkurrenten Sprint übernehmen dürfen. Synergien im Wert von 43 Milliarden Dollar will das Unternehmen heben. Rasant schaltete der Konzern beide Netze zusammen, gewinnt dadurch mehr neue Kunden als die Konkurrenz und kann an den Aktienmärkten Höchststände erreichen.
T-Mobile ist ein seltenes Beispiel für eine erfolgreiche große Übernahme eines US-Unternehmens durch einen deutschen Konzern. Die letztlich gescheiterte Fusion von Daimler und Chrysler vor mehr als 20 Jahren wird als Fallstudie inzwischen in Management-Büchern behandelt. Bayers Übernahme von Monsanto muss sich nach Milliardenzahlungen im Glyphosat-Prozess und weiteren Risiken erst bezahlt machen.