Mobilität der Zukunft: 1,50 Euro pro Kilometer: Dieses US-Start-up will Fliegen billiger machen als eine Taxi-Fahrt in Berlin
Der US-Start-up hat mächtige Financiers und ambitionierte Pläne.
Foto: via REUTERSSan Francisco, Düsseldorf, Frankfurt. In der Zukunft, die sich Joe Ben Bevirt vorstellt, fliegen Hunderte Flugtaxis seiner Firma Joby Aviation über Berlin. Sie heben nicht nur gehetzte Business-Class-Passagiere in den Himmel über Schönefeld, um das Meeting in Mitte zu erreichen. Sondern auch Touristen, Stadtbummler und Pendler. „Für jede Fahrt, die heute länger als 30 Minuten dauert, können wir eine bessere Alternative anbieten“, sagt Bevirt dem Handelsblatt.
In zwei Jahren soll die US-Luftfahrtbehörde FAA den Flieger freigeben, 2024 sollen die Senkrechtstarter dann den Regelbetrieb in Großstädten rund um die Welt aufnehmen – zunächst gesteuert von Piloten, später vielleicht auch autonom.
Vom Flughafen nach Downtown Los Angeles brauche eine Joby-Maschine acht Minuten, ein Taxi ist 40 Minuten unterwegs. Los Angeles soll nur der Anfang sein: In den kommenden Jahren will Joby auch in Berlin, Paris, Dubai und Singapur starten.
Joby ist der Marktführer in einer Branche, die auch zwei deutsche Start-up-Hoffnungen dominieren wollen: Lilium aus München und Volocopter aus Karlsruhe. Umsatz mit Passagierflügen macht noch keines der Unternehmen, aber die Kalifornier sehen sich klar an der Spitze: „Vor acht Jahren, als wir angefangen haben, hat sich noch keiner dafür interessiert“, sagt Bevirt.