Versicherer: Diese Folgen hat das Ende der Allianz Deutschland
Im Münchener Vorort waren bisher viele Zentralfunktionen der Allianz Deutschland angesiedelt.
Foto: dpaMünchen. Einen Tag nach dem verkündeten Ende der Allianz Deutschland zeichnen sich beim Versicherer erste konkrete Veränderungen ab. Besondere Auswirkungen dürfte es nach Informationen des Handelsblatts vor allem bei Abläufen und Strukturen geben. Bis zum Jahresende sollen sie so angepasst sein, dass es nur noch die drei Kernbereiche Sach-, Lebens- und private Krankenversicherung für das operative Geschäft gibt.
Alle Zentralfunktionen, die dafür bisher in der Allianz Deutschland angesiedelt waren, wandern in die jeweilige Versicherungssparte. Auch die Produktentwickler, deren Bedeutung deutlich steigt und die künftig in einem internationalen Wettbewerb die besten Angebote kreieren sollen, werden entsprechend zugeordnet.
Erste Konsequenzen gibt es bei der Lebensversicherungssparte. Durch den Wegfall der zentralen Steuerung wird das Lebensversicherungsgeschäft künftig weltweit vom Standort Stuttgart aus betrieben. Bisher waren viele Zentralfunktionen bei der Allianz Deutschland im Münchener Vorort Unterföhring angesiedelt.
Die Position von Allianz-Leben-Chef Andreas Wimmer, der den Chefsessel Anfang vergangenen Jahres vom Allianz-Urgestein Markus Faulhaber übernommen hat, wird so deutlich aufgewertet. Gleichzeitig steigen die Erwartungen: In Zukunft werde er auch daran gemessen, wie sehr Internationalisierung und Skalierbarkeit der Produkte von Stuttgart aus vorangetrieben werden, heißt es aus dem Haus.