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SportartikelherstellerNike steigert Gewinn – aber verfehlt Umsatzerwartungen

Der Sportartikelhersteller kann dank Online-Shopping den Gewinn um 71 Prozent erhöhen. Lieferkettenprobleme lassen allerdings den Umsatz sinken. 19.03.2021 - 12:38 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Nike-Aktie verliert nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen.

Foto: Reuters

Beaverton. Der weltgrößte Sportartikelkonzern Nike kämpft in der Corona-Pandemie mit Lieferschwierigkeiten und den erneuten Lockdowns in Europa. Der Umsatz des Adidas-Rivalen legte im dritten Quartal 2020/21 (per Ende Februar) nur um drei Prozent auf 10,36 Milliarden Dollar zu und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten deutlich.

Finanzvorstand Matt Friend machte dafür die Knappheit von Hochsee-Containern und Staus an den Häfen an der Westküste der USA verantwortlich, wo Schuhe und Sportkleidung aus Asien ankommen. „Wir erwarten, dass wir diesen Umsatz verzögert im vierten Quartal zurückerobern“, sagte Friend in der Nacht zum Freitag. Sicherheitsvorkehrungen zur Drosselung der Ansteckungsgefahr behindern die Abläufe an den Häfen.

In Europa, dem Nahen Osten und Afrika seien im abgelaufenen Quartal 45 Prozent der eigenen Läden für mindestens zwei Monate geschlossen gewesen, begründete Nike die schleppende Umsatzentwicklung. Ein Anstieg des Online-Umsatzes um 60 Prozent habe das nicht ganz wettmachen können. Derzeit seien 65 Prozent der Läden in Europa offen. Allerdings fielen die Umsätze in den USA mit elf Prozent stärker als in Europa und den angrenzenden Regionen (minus neun Prozent). Starke Zuwächse verzeichnete Nike nur in China.

Für das Gesamtjahr, das noch bis Ende Mai läuft, stellte der Konzern ein Umsatzwachstum von 10 bis 15 Prozent in Aussicht. Das ist etwas weniger die 16 Prozent, die Analysten nach Daten von Refinitiv im Schnitt erwarten. Das drückte die Nike-Aktie nachbörslich um drei Prozent. Da half es auch nichts, dass der Nettogewinn von Nike im dritten Quartal um 71 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar nach oben schnellte und damit die Schätzungen der Experten deutlich übertraf.

dpa
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