Serie: Beamter werden – Teil 1: Traumberuf Beamter – So gelingt der Quereinstieg beim Staat
Die Chancen auf eine Festanstellung im Staatsdienst sind so günstig wie lange nicht – und das sogar für die nächsten Jahre.
Foto: Andrea UciniDüsseldorf. Während des zweiten Lockdowns machten Betreiber von Stellenbörsen eine interessante Beobachtung: Die Suchanfragen nach Jobs im öffentlichen Dienst schnellten nach oben. Der Anbieter Indeed stellte ein Plus von 15 Prozent fest – ein Höchstwert. Auch Konkurrent Stepstone bestätigt: Der Quereinstieg bei Vater Staat zählt derzeit zu den 20 häufigsten Suchbegriffen auf der Jobplattform – vor der Krise war er nicht mal unter den Top 50.
„Jobsicherheit ist im Moment eine der größten Prioritäten unter Bewerbern“, sagt Indeed-Deutschlandchef Frank Hensgens. Das spüren auch viele Behörden, die gerade einen Bewerberansturm erleben. All das zeigt: Amtliche Karrieren liegen unter Jobsuchenden voll im Trend.
Tatsächlich stehen die Chancen auf eine Festanstellung im Staatsdienst so günstig wie lange nicht – und das sogar für die nächsten Jahre. Laut Beamtenbund fehlen schon jetzt 330.000 Fachkräfte im öffentlichen Sektor. Und wenn erst die Babyboomer-Generation in Ruhestand geht, dürfte die Zahl bis 2030 auf 1,6 Millionen steigen.
Einen so hohen Bedarf gibt es langfristig nicht einmal bei IT-Fachleuten, die gefühlt in jedem Unternehmen Mangelware sind. Das macht Vater Staat zu einer beliebten – und vor allem krisensicheren Karriereoption für Führungskräfte und Angestellte.