Privatkundengeschäft: NRW trifft es am härtesten: Diese Filialen will die Deutsche Bank schließen
Die geplanten Filialschließungen bei Deutscher Bank und Postbank auf dem Heimatmarkt kosten unter dem Strich rund 1180 Vollzeitstellen.
Foto: dpaFrankfurt. Die Deutsche Bank will künftig auf jede fünfte ihrer Filialen verzichten. Nun zeigen interne Unterlagen, die dem Handelsblatt vorliegen, welche Standorte davon genau betroffen sind. Von den 497 Filialen der Marke Deutsche Bank sollen bis zum Jahresende 97 Standorte schließen, sieben weitere werden in Anlagezentren für Private-Banking-Leistungen umgebaut. Das bedeutet, dass insgesamt 104 Zweigstellen von Veränderungen betroffen sind.
Mit Abstand am härtesten trifft es Nordrhein-Westfalen. Das bevölkerungsreichste Bundesland ist mit insgesamt 40 Filialen betroffen, darunter jeweils vier Standorte in Düsseldorf und Essen. Auffällig ist, dass gerade in Ballungszentren viele Zweigstellen schließen sollen.
Das ist kein Zufall: „Wir haben bei der Auswahl der Standorte darauf geachtet, dass die Wege zur nächsten Filiale im ländlichen Raum nicht zu weit werden“, sagte Philipp Gossow, der das Privatkundengeschäft der Marke Deutsche Bank in Deutschland leitet, dem Handelsblatt. „In den Innenstädten ist es auch möglich, mit weniger Standorten für die Kunden da zu sein. Ich gehe davon aus, das wir die Auswirkungen der Filialschließungen auf die Kunden gut abfedern konnten.“