Dialysekonzern: Höhere Sterblichkeit unter Dialysepatienten: FMC rechnet mit Corona-Auswirkungen bis Mitte 2022
Der Konzern rechnet für 2021 mit einem Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.
Foto: Fresenius Medical CareFrankfurt. Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) geht davon aus, noch bis Mitte 2022 von Corona gebremst zu werden. „Die Pandemie kostet uns ein Jahr Wachstum“, sagte der Vorstandsvorsitzende Rice Powell im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Wir rechnen damit, dass wir bis Juni nächsten Jahres die Auswirkungen der Übersterblichkeit bei den Dialysepatienten spüren werden.“
Die Pandemie hat massiv in das Leben der Dialysepatienten eingegriffen. Viele Menschen, die Fresenius Medical Care mit künstlicher Blutwäsche behandelt, gehörten zu den besonders gefährdeten Risikogruppen.
„Diese Patienten, die tragischerweise an den Folgen der Corona-Erkrankung gestorben sind, fehlen in unserem Dialyse-Versorgungssystem“, sagt der CEO des Dax-Konzerns, der zur Fresenius-Gruppe gehört. „Das merken wir nicht nur an einer gesunkenen Zahl der Behandlungen in den Kliniken, sondern auch bei angrenzenden Gesundheitsdienstleistungen wie unserem Versorgungsmanagement.“