App-Verkaufsverbot: Minus 20 Prozent: Aktie des Uber-Rivalen Didi stürzt an der Wall Street ab
Vorwurf, die nationale Sicherheit Chinas zu gefährden.
Foto: ReutersNew York. Nach dem jüngsten App-Verkaufsverbot sind die Aktien des chinesischen Uber-Rivalen Didi im US-Handel am Dienstag zur Markteröffnung eingebrochen. Die Titel des Börsenneulings haben im Nachmittagshandel in der Spitze rund 25 Prozent auf 1,79 Dollar verloren und schlossen dann mit einem Minus von knapp 20 Prozent. Die chinesische Behörde für Cyberspace (CAC) hatte es am Sonntag Smartphone-App-Stores verboten, die Didi-App weiter zum Herunterladen anzubieten. Das Unternehmen soll persönliche Nutzerdaten illegal gesammelt haben.
Der Vorstand von Didi geht davon aus, dass die Deaktivierung der App den Umsatz in China schmälern könnte. Didi war vergangene Woche an die New Yorker Börse gegangen und hatte dabei 4,4 Milliarden Dollar eingenommen. Am Montag hatte wegen eines Feiertags kein Handel an der Wall Street stattgefunden.
Kendra Schaefer von der auf China spezialisierten Beratung Trivium mit Sitz in der chinesischen Hauptstadt glaubt: „Peking will eine Botschaft an Tech-Firmen senden: Voraussetzung für eine Börsennotierung im Ausland ist, dass sie sich an die Vorschriften im eigenen Land halten.“