Serie: Wasserstoff weltweit: Der große Hype um das kleine Molekül Wasserstoff: Was Deutschland von anderen lernen kann
Viele Länder haben mittlerweile eine Wasserstoffstrategie vorgelegt.
Foto: dpaDüsseldorf. Nicht nur die Europäische Union (EU) verschärft ihre Klimaziele – rund um den Globus dekarbonisieren immer mehr Länder ihre Wirtschaft. Dabei rückt das Thema Wasserstoff zunehmend in den Blickpunkt.
Schon jetzt haben laut einer Analyse des Weltenergierats (WEC) mindestens 20 Länder, die für fast die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung stehen, eine nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet oder stehen zumindest kurz davor. Allen voran Japan, Frankreich, Südkorea, die Niederlande, Australien, Norwegen, Spanien und Portugal. Aber auch Russland, China, Marokko und die USA arbeiten an einer eigenen Strategie.
„Deutschland war lange vorweg, aber andere Länder haben aufgeholt“, sagt Armin Schnettler, CEO des New Energy Business von Siemens Energy im Gespräch mit dem Handelsblatt. Australien und China hebt er besonders hervor, aber auch in Europa und dem Mittleren Osten tue sich viel. In vielen Ländern der Welt sei Wasserstoff mittlerweile ein wesentliches Thema.
Dies verwundert kaum, denn eine richtige Energiewende ist ohne das farblose Gas bislang kaum möglich. Aus grünem Strom mithilfe der Elektrolyse-Technologie hergestellt, wird klimaneutraler Wasserstoff künftig eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, besonders energieintensive Branchen wie Stahl und Chemie zu dekarbonisieren. Für Unternehmen wie BASF, Covestro, Thyssen-Krupp oder Salzgitter ist das kleine Molekül bis dato die einzige Möglichkeit, ihren fossilen Energieverbrauch zu minimieren.