Vonovia-Chef im Interview: Rolf Buch: „Wir haben das spekulative Element aus dem Angebot herausgenommen“
Der Vonovia-Chef hat die Übernahme von Deutsche Wohnen noch nicht ad acta gelegt.
Foto: imago images / Jakob HoffFrankfurt. Der größte deutsche Wohnungskonzern Vonovia hat ein neues Übernahmeangebot für den Wettbewerber Deutsche Wohnen angekündigt – nur wenige Tage nachdem der letzte Versuch gescheitert war. Beide Unternehmen hielten ein Zusammengehen weiterhin für strategisch und gesellschaftspolitisch sinnvoll und hätten am Wochenende das Business Combination Agreement für einen Zusammenschluss erneuert, teilten die beiden Dax-Konzerne am Sonntagabend mit.
Man sei sich einig, „dass man gemeinsam die großen Herausforderungen am Wohnungsmarkt – Klimaschutz, bezahlbares Wohnen und Neubau – wesentlich kraftvoller bewältigen kann und dass ein Zusammenschluss gleichermaßen von Vorteil für Aktionäre, Mieter und den Wohnungsmarkt ist“.
Das Angebot wird erst vorgelegt, wenn die Finanzaufsicht Bafin grünes Licht gibt. Dennoch ist jetzt schon klar: Es wird mehr Geld für die Deutsche-Wohnen-Aktionäre geben. Das neue Gebot beinhaltet einen Aufschlag von „knapp zwei Prozent“, wie Vonovia-Chef Rolf Buch im Gespräch mit dem Handelsblatt sagt.
Entscheidend sei aber, dass man „das spekulative Element“ aus dem Angebot herausgenommen habe, unter anderem durch zwei Annahmefristen. Außerdem wird ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag für die Dauer von drei Jahren ausgeschlossen.