DFKI: Millionen Euro Förderung, kaum Ergebnisse – Wo Deutschland die falschen KI-Projekte finanziert
Ein großer Teil der Gelder des DFKI fließt in Prototypen. Aber wie viele erfolgreich sind, davon erfährt die Öffentlichkeit nichts.
Foto: DFKIDüsseldorf. In Politik und Wirtschaft genießt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz einen nahezu makellosen Ruf. „Führend in der Forschung zur Künstlichen Intelligenz“ sei es, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). „Wir setzen auf das DFKI als Innovator und Berater“, heißt es von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lobte das DFKI dafür, dass es „international ausstrahlt“.
Sich selbst bezeichnet das DFKI als weltweit größte und renommierteste Wissenschaftseinrichtung für Künstliche Intelligenz (KI). Die Bundesregierung setzt große Hoffnungen auf das Zentrum bei der Umsetzung ihrer KI-Strategie, für die der Bund bis 2025 fünf Milliarden Euro ausgeben will.
Alle großen deutschen Autobauer gehören zum Gesellschafter-Kreis des 1988 als gemeinnützige GmbH gegründeten Forschungsinstituts, ebenso Konzerne wie Bosch, SAP, Google und Nvidia. BMW hält das DFKI etwa für „eine exzellente Drehscheibe, um übergreifende Forschungsprojekte zu initiieren“.
Doch zwischen der Wahrnehmung in Politik und Wirtschaft und der wissenschaftlichen Reputation des DFKI klafft eine große Lücke. Unter deutschen Forschern gilt das Institut auf dem Gebiet der KI als international unbedeutend und hierzulande überschätzt. Die wenigsten wollen sich mit ihrer Kritik zitieren lassen, zu sehr kennt man sich im Wissenschaftsbetrieb.