Autobahngesellschaft: Auf Autobahnen droht ein neuer Baustopp – Bauwirtschaft könnte Arbeit einstellen
Die Autobahn GmbH wird mindestens 200 Millionen Euro wohl nicht verbauen können.
Foto: dpaBerlin. Die Autobahn GmbH des Bundes hat immer noch große Probleme, ihre Rechnungen pünktlich zu begleichen. Wie das Handelsblatt aus Regierungs- und Branchenkreisen erfahren hat, müssen Bauunternehmen ihre Rechnungen bis zum 15. November stellen, wenn sie diese noch im laufenden Jahr beglichen haben wollen.
Auch unterstützen die Bundesländer die neue Zentralverwaltung für die Bundesfernstraßen nach Informationen des Handelsblatts bei der Rechnungslegung – und stellen ihrerseits dafür Rechnungen, da sie dafür zu Vollkosten vergütet werden. Das Bundesverkehrsministerium erklärte, es gebe keine Unterstützung der Länder bei der Rechnungsbearbeitung und -abwicklung. Die anfänglichen Schwierigkeiten seien behoben.
Seit Anfang des Jahres ist die Zentralverwaltung für die Autobahnen zuständig. Bis in den Sommer hinein wurden so gut wie keine Rechnungen pünktlich beglichen, auch nicht nach mehrmaliger Mahnung, wie betroffene Unternehmen berichteten. Sie legten als letztes Druckmittel die Arbeit auf den Baustellen nieder.
Grund für die Probleme ist die Reform der Fernstraßenverwaltung, die als überstürzt gilt. Die Software zur Verwaltung der Unternehmensprozesse funktioniert Insidern zufolge bis heute nicht reibungslos.