Autobahngesellschaft: Bund gelobt Besserung: Autobahn GmbH soll „bis Ende Juni“ Rechnungen bezahlen können
Die Autobahn GmbH schiebt die Schuld für das anfängliche Chaos auf die Bundesländer.
Foto: dpaBerlin. Die Zahlungsmoral der bundeseigenen Autobahngesellschaft soll sich schon bald verbessern: „Die Autobahn GmbH hat einen Aktionsplan implementiert“, erklärte eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums dem Handelsblatt. Ein zentrales Buchungsteam stelle sicher, „dass überfällige Rechnungen sofort gezahlt werden“. Dieses Team könne „Buchungen aus den Niederlassungen kurzfristig ausführen“.
Seit Anfang des Jahres verwaltet die Bundesgesellschaft anstelle der Bundesländer die insgesamt 13.000 Kilometer Autobahnen. Allerdings hakt es bei dem Reformprojekt an vielen Stellen – unter anderem im Rechnungswesen.
In den vergangenen Wochen hatten Unternehmen sogar ihre Arbeit auf Autobahnbaustellen niedergelegt, weil sie seit Anfang des Jahres kein Geld erhalten hatten. Öffentlichkeitswirksam geschah dies Mitte April in Bremen, als die Stahlbaufirma Schorisch eine Brückensanierung stoppte und die Arbeit erst wieder aufnahm, nachdem längst überfällige Rechnungen bezahlt worden waren.
Nicht nur Bauunternehmer, Stahllieferanten oder Landschaftsgärtner hatten ihre Arbeit eingestellt, weil die Bundesbehörde Rechnungen trotz Mahnungen nicht bezahlt. Auch bei anderen Unternehmen stünde die Gesellschaft mit ihren Straßenmeistereien angesichts der Zahlungsprobleme inzwischen auf der schwarzen Liste, wie es in der Branche hieß. Nur aus alter Verbundenheit werde weiter geliefert.