Bundesbank-Präsident: Das sind die vier meistgenannten Kandidaten für die Weidmann-Nachfolge
Einer der vier könnte auf Jens Weidmann an der Spitze der Bundesbank folgen.
Foto: HandelsblattFrankfurt. Der Abgang von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann kam überraschend. Er wird als Mahner für ordnungspolitische Prinzipien, als kundiger Ökonom und als Leiter einer traditionsreichen Notenbank eine große Lücke hinterlassen.
Erste mögliche Nachfolgerinnen oder Nachfolger wurden aber sofort in der Öffentlichkeit gehandelt. Auch wenn es zu früh ist, Prognosen zum Ausgang des vor allem politischen Auswahlprozesses abzugeben, lohnt sich ein Blick auf mögliche Kandidaten:
Isabel Schnabel
Die Ökonomin, seit 2020 Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB), wurde sofort nach Weidmanns Rücktritt als naheliegende Kandidatin genannt. Die 50-Jährige hatte es als Professorin in Bonn geschafft, junge Leute für wirtschaftliche Themen zu begeistern. Schon vor ihrem Eintritt in die EZB hatte sie sich als Expertin für geldpolitische Themen einen Namen gemacht, außerdem war sie „Wirtschaftsweise“ von 2014 bis 2019.
Schnabel gilt als Schwergewicht bei Diskussionen im EZB-Rat und wird auch von Investoren als wesentliche Stimme wahrgenommen. Die Dortmunderin ist nicht eindeutig dem Lager einer weichen Geldpolitik („Tauben“) oder einer harten Geldpolitik („Falken“) zuzuordnen. Das könnte sie für verschiedene politische Lager annehmbar machen.