Morning Briefing: Helge Braun auf Merkels Pfaden
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
man kann nicht behaupten, dass sich „Helge-haste-mal-ne-Idee“ bisher als möglicher neuer CDU-Chef sofort ins Bewusstsein der Nation gedrängt hätte. Jener Kanzleramtsminister, der zu später Stunde auf Angela Merkels Wunsch mit der Idee einer „Osterruhe“ rüberkam, die bei Lichte betrachtet sofort wieder kassiert werden musste. Aber nun könnte es tatsächlich so weit sein: Hessens CDU-Vorstand lädt am Freitag zur Sondersitzung, etliche Vorstandsmitglieder wollen Helge Braun als christdemokratischen Vorsteher.
Der Mediziner aus Gießen schließt intern eine Kandidatur nicht aus. Es gehe bei der Wahl um „eine Versöhnung von Führung und Basis“, orakelte er in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, die bekanntlich inzwischen eine „Frankfurter Allgemeine Samstagszeitung“ ist. Braun wäre nach AKK und Armin Laschet ein weiteres Kampfaufgebot der „Merkelianer“, um einen vermuteten Rechtsdrift unter Immer-Wieder-Bewerber Friedrich Merz zu verhindern. Der Sauerländer mit Haus am Tegernsee ist derzeit im CDU-Machtkampf erkennbar am besten sortiert, auch durch seinen Pakt mit Mittelstandsvertreter Carsten Linnemann.