Personalsuche: IT, Auto, Maschinenbau: Wo der Fachkräftemangel unter Hochqualifizierten derzeit am größten ist
68.000 unbesetzte Stellen meldet branchenweit der IT-Verband Bitkom.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Mehrere Konzern-Managerinnen und Dax-Vorstände eröffneten Anfang November in der Berliner „Skylounge“ der Volkswagen-Softwareeinheit Cariad eine neue Schule für Programmiererinnen und Programmierer. Bis zu 600 Coding-Neulinge sollen in den nächsten fünf Jahren an der Entwicklerschmiede „42 Berlin“ für den Arbeitsmarkt fitgemacht werden.
Die Finanzierung stemmen neben VW auch SAP, Microsoft, Bayer und die Telekom-Großkundentochter T-Systems. Kosten für einen Jahrgang: um die 15 Millionen Euro. Ihr Ziel: Möglichst viele und gute Programmierer an sich binden, um den Dauermangel an IT-Fachkräften zumindest zu lindern.
Allein Cariad will bis 2025 rund 10.000 Menschen beschäftigen. Momentan sind es nicht einmal die Hälfte. Branchenweit meldete der IT-Verband Bitkom zuletzt 86.000 unbesetzte Stellen. „Uns treibt die Digitalisierung im Fahrzeug“, sagt VW-Personalvorstand Gunnar Kilian.
Und nicht nur die: „Software, die Elektrifizierung, autonomes Fahren, Chipmangel, Restrukturierungsprogramme: Das sind unglaubliche Kräfte, die alle gleichzeitig in der Branche wirken“, sagt Olaf Szangolies, Headhunter für Odgers Berndtson, der Auto-Manager ab einem Jahresgehalt von 180.000 Euro rekrutiert.