Umsteiger des Jahres: Volkmar Denner: rational und radikal
In seiner Verantwortung stieg der Umsatz bei Bosch von 2012 bis 2020 von 52 auf mehr als 72 Milliarden Euro.
Foto: HandelsblattVolkmar Denner ist Physiker, promoviert im Jahr 1985 an der Universität Stuttgart. Und er ist es aus Überzeugung und mit Leidenschaft immer geblieben. 1956 in Uhingen geboren, beginnt er nach dem Abitur 1975 in Stuttgart mit dem Studium der Physik, legt 1981 das Diplomexamen ab und geht zu einem Forschungsaufenthalt in die USA.
Eine erfolgreiche Karriere als Professor für Theoretische Festkörperphysik wäre für ihn auch denkbar gewesen, geliebäugelt hat Volkmar Denner jedenfalls damit. Und in Anbetracht seiner Fähigkeiten zum analytischen und kritischen Denken, seiner Kreativität und Zielstrebigkeit hätte sein Lebensweg vielleicht zu bahnbrechenden Erkenntnissen in der Grundlagenforschung geführt.
Aber zunächst fängt er 1986 „beim Bosch“ an, als Fachreferent Entwicklung Leistungshalbleiter. Retrograd lesen sich seine weiteren Stationen – Halbleitertechnologie, Integrierte Schaltkreise, Steuergeräte und Halbleiter – wie eine perfekte Vorbereitung auf den sich abzeichnenden Umbruch in der Automobilindustrie: E-Mobilität und (teil-)autonomes Fahren. Und sie sind es auch.
Forschung und Entwicklung führen zum langfristigen Geschäftserfolg
Sie legen den Grundstein für die tiefgreifenden Veränderungen, die Volkmar Denner als Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH seit 2006 und als Vorsitzender der Geschäftsführung seit 2012 erfolgreich in Angriff genommen hat.