Serie: Was Personaler fragen: Mit diesen beiden Fragen prüft der McKinsey-Recruiting-Chef den Wertekompass der Bewerber
Der Personalmanager der Strategieberatung McKinsey prüft das Wertegerüst neuer Führungskräfte.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Das Beratungsgeschäft ist ein Business mit lukrativen Verdienstmöglichkeiten, für das der Branchenprimus dringend Verstärkung sucht. Allein in Deutschland und Österreich hat Mathias Huber, verantwortlich für Neueinstellungen bei McKinsey, im kommenden Jahr 950 Stellen zu besetzen.
Um frische Perspektiven zu gewinnen, sind neben den klassischen Wirtschaftswissenschaftlern und Juristen auch Vertreter anderer Fachbereiche willkommen – wie Ingenieure, Mediziner, aber auch IT-Spezialisten. Das durchschnittliche Jahresbruttogehalt eines als „Fellow“ bezeichneten Beraters beträgt laut der Gehaltsplattform Glassdoor.de rund 72.000 Euro.
Doch, wo viel Geld im Spiel ist und gleichzeitig die harte Selektion nach dem Motto „Up or out“ unter den Mitarbeitern herrscht, um beruflich voranzukommen, steigt der Leistungsdruck auf den Einzelnen – und damit eventuell die Überlegung, ob der krumme Weg nicht vielleicht erfolgversprechender wäre. Und so nahmen es manche „Meckies“, wie sich die Mitarbeiter von McKinsey nennen, mit Ethik und Geschäftsmoral offenbar nicht immer so genau.
Das zumindest lässt der außergerichtliche Vergleich über eine halbe Milliarde Dollar vermuten, den McKinsey Anfang 2021 mit 40 US-Bundesstaaten sowie Tausenden amerikanischen Gemeinden und Familien geschlossen hat.