Brief an CEOs: So viel Kapital zur Verfügung wie nie – Blackrock will Energiewende mitfinanzieren
„Wir müssen offen damit umgehen, dass grüne Produkte heute häufig mit höheren Kosten verbunden sind.“
Foto: BlackrockFrankfurt. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock wittert Chancen bei der milliardenschweren Finanzierung der Energiewende. „Wir bieten uns auch in Deutschland als Partner für die Bewältigung der Energiewende an“, sagt Deutschland-Chef Dirk Schmitz dem Handelsblatt. „Aus unserer Sicht kann die Aufgabe nicht nur mit öffentlichen Mitteln gelöst werden, es braucht ein Zusammenspiel mit privatem Kapital.“
Das weltweite Finanzvermögen betrage heute 400 Billionen Dollar. Damit stehe so viel Kapital wie noch nie zur Verfügung, das eben auch für die Bekämpfung des Klimawandels eingesetzt werden könnte.
Wie so ein Investment aussehen kann, hatte Blackrock Ende vergangenen Jahres gezeigt: Da pumpte der US-Konzern zusammen mit den bisherigen Anteilseignern 700 Millionen Euro in das Münchner Unternehmen Ionity, ein sogenanntes High-Power-Charging-Netzwerk, das Fahrern aller E-Auto-Marken zugänglich ist.
„Aktuell schauen wir uns drei bis fünf weitere Projekte konkreter an, bei denen es sich insgesamt um milliardenschwere Investments handeln würde“, berichtet Schmitz. „Die Themen kommen aus den Bereichen erneuerbare Energien, also etwa Windparks, aber auch andere zukunftsorientierte Projekte können dazu zählen.“