Medienbericht: Ford investiert offenbar bis zu 20 Milliarden Dollar zusätzlich in E-Autos
Der US-Autobauer will offenbar noch deutlich mehr in die E-Auto-Umstellung investieren.
Foto: BloombergDetroit. Ford weitet einem Medienbericht zufolge seine Investitionen in die Elektromobilität aus. Der zweitgrößte US-Autobauer wolle in den nächsten fünf bis zehn Jahren zwischen zehn und 20 Milliarden Dollar zusätzlich in die Elektromobilität investieren, meldete Bloomberg am Dienstagabend unter Berufung auf Insider. Mit dem Geld sollen vor allem bestehende Werke rund um den Globus auf die Herstellung von Elektroautos umgestellt werden.
Die Summe soll zusätzlich zu den bereits im letzten Jahr angekündigten 30 Milliarden Dollar fließen, die im Rahmen der Zukunftsstrategie „Ford+“ bis 2025 in neue Elektroautos und die Entwicklung von Batterien investiert werden sollen.
Die Ford-Aktie legte zwischenzeitlich um bis zu 2,7 Prozent zu. Unternehmenssprecher Mark Truby teilte Bloomberg per Mail mit, dass der Konzern die Umsetzung seines „Ford+"-Plans fortführe. Zu Gerüchten und Spekulationen äußere man sich nicht.
Jim Farley ist seit 16 Monaten CEO von Ford und setzt in seiner Zukunftsstrategie stark auf den Umstieg auf die Produktion von E-Autos. Dabei soll laut Bloomberg der Konzern umgebaut werden. Ford wolle viele neue Ingenieure einstellen, unter anderem in den Bereichen Batteriechemie, Künstliche Intelligenz und Software für E-Autos.
Dieser Umbau werde von Doug Field geleitet, der früher das Auto-Projekt von Apple leitete und auch bei Tesla an der Entwicklung des Massenmarkt-E-Autos Model 3 beteiligt war. Fields erklärtes Ziel ist es, dass die Hälfte aller verkauften Ford-Fahrzeuge bis Ende des Jahrzehnts E-Autos sein werden.
Ford wird zusammen mit SK Innovation aus Südkorea auch 11,4 Milliarden Dollar in drei Batteriefabriken und eine Elektro-Lkw-Fabrik in den USA investieren. Den Standort Köln macht der US-Autobauer zum Zentrum seiner europäischen Produktion von Elektroautos.