Kommentar: Der Einbruch der Meta-Aktie ist gerechtfertigt und überfällig
Das Unternehmen hat nach Vorlage seiner Jahreszahlen nachbörslich rund 20 Prozent an Börsenwert verloren.
Foto: imago images/NurPhotoDie Börsen sind aus ihren Tech-Träumen erwacht. Der Facebook-Konzern Meta ist das jüngste Beispiel für notwendige Kurskorrekturen im Tech-Sektor nach dem enormen Wachstum in der Coronapandemie. Die aktuellen Zahlen machen das Risiko der Investitionen wieder spürbar. Das Ausmaß der Kursstürze zeigt, wie weit der Börsenwert sich teils von der Unternehmensleistung entfernt hatte. Nicht jedes Wachstum war gerechtfertigt.
Zu Beginn der Coronapandemie hatte der Kurs von Meta nachgegeben, war seit Mitte März 2020 jedoch um gewaltige 116 Prozent gestiegen. Die Bedeutung der Plattform nahm in Zeiten strenger Kontaktbeschränkungen zu. Doch Investoren sahen wie bei vielen anderen Technologiefirmen über alle Risiken hinweg und kauften immer weiter Aktien zu. Dabei sind die Probleme des Facebook-Konzerns schon lange bekannt. Meta ist bei der jüngsten Zielgruppe nicht mehr so dominierend, trotz Apps wie Instagram.
Vor allem der Rivale Tiktok holt auf. Und was macht Facebook-Chef Mark Zuckerberg? Er kopiert einfach das Prinzip von Tiktok mit dem eigenen Kurzvideoformat Reels. Doch das ist zu kurz gedacht.