Bondmarkt: Schwellenländeranleihen bieten noch etwas Rendite
Anleihen aus Schwellenländern gelten als attraktiv. Anleger sollten jedoch die Währungsrisiken beachten.
Foto: imago/UIGFrankfurt. Anleihen bieten traditionell Schutz in Krisensituationen. Auf der anderen Seite liegen die Renditen von Papieren mit guter Bonität nach Abzug der Inflation überwiegend noch tief im Minus. Weil die Notenbanken die geldpolitische Wende zu höheren Zinsen eingeleitet haben, drohen zudem zunächst einmal Kursverluste, weil Kurse und Zinsen sich gegenläufig verhalten. Hat es also überhaupt Sinn, jetzt in Zinspapiere einzusteigen?
Des Lawrence, Stratege bei State Street Global Advisors, lenkt den Blick auf einige interessante Sektoren. Der Experte findet vor allem die Emerging Markets interessant: „Schwellenländeranleihen in lokaler Währung können sehr lohnend sein“, sagt er.
„Die laufende Rendite liegt bei rund 5,9 Prozent, und die Bewertung ist in Ordnung.“ Er macht darauf aufmerksam, dass rund 78 Prozent der Anleihen aus diesen Regionen eine gute Bonität haben. Das heißt: Sie haben bei den Ratingagenturen eine Einstufung im Bereich der Investment-Grades, also mit mindestens „BBB–“ von Standard & Poor’s oder „Baa3“ von Moody’s.
Lawrence räumt ein: „Die Türkei zeigt deutlich, dass es auch Risiken gibt, aber sie ist eher eine Ausnahme. Es gibt auch stabile Länder wie China, Mexiko und Malaysia.“