Das Unternehmergespräch: Top-Werber Bernhard Fischer-Appelt: „Tesla braucht keinen Claim“
„CEOs sollten nicht jede Meinungsblase belüften.“
Foto: FischerAppeltDüsseldorf. Bernhard Fischer-Appelt ist zurück aus der Zukunft. Erst vor Kurzem war der 56-Jährige wieder einmal auf dem Technologie-Festival South by Southwest (SXSW) in Austin, Texas. „Sehr erfrischend“ fand der Agenturchef die Vorträge des New Yorker Marketing-Professors Scott Galloway und der Futuristin Amy Webb. Seit Kurzem ist er zurück in Hamburg bei seinem Unternehmen, der bekannten Werbe- und Marketingagenturgruppe Fischer-Appelt.
Auf der SXSW kam dem Unternehmer vor einigen Jahren auch die Idee für sein neuestes Buch „Zukunftslärm“. Die Quintessenz des 270-Seiters: Die richtige Zukunft müssen wir in der Vielzahl an Zukunftsentwürfen erst einmal finden.
Gerade in Zeiten von Krieg und Coronakrise lautet Fischer-Appelts Appell: „Es gibt immer mehrere Wege, wie es weitergeht“, sagt er im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Als Unternehmen muss man sich den suchen, der am besten zur eigenen Strategie passt – und selbst den Anspruch entwickeln, die Zukunft mitzugestalten.“
Für Fischer-Appelt laufen die Geschäfte wieder besser. Nach zwei Pandemiejahren und Ergebnisrückgängen soll dieses Jahr der Umsatz wieder „in der Region von 80 Millionen Euro landen“ – ein Plus von etwa zehn Prozent gegenüber 2021.