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iPhone-HerstellerApple bringt verbesserten Kartendienst nach Deutschland

Der Kartendienst soll Google Maps Konkurrenz machen. Das Update sorgt für mehr Funktionen – einige Neuerungen sind allerdings zunächst nur in München verfügbar. 21.04.2022 - 09:22 Uhr Artikel anhören

Die neuste Version des Kartendienstes war bisher in acht Ländern verfügbar.

Foto: dpa

Cupertino. Apple führt fast ein Jahr nach der Ankündigung seinen verbesserten Kartendienst auch in Deutschland ein. Zu den Neuerungen gehören mehr Details bis hin zu einzelnen Bäumen und Ampeln. Die Fotos von Straßenzügen im Dienst „Umsehen“ – Apples Antwort auf Googles Street View – werden zunächst nur für München verfügbar sein, wie der iPhone-Konzern zum Start am Donnerstag mitteilte.

Digitale Karten haben sich zur Basis für viele Anwendungen entwickelt, von einem Sprungbrett für die Suche nach Geschäften und Lokalen in der Nähe bis hin zur Navigation im Auto. Apple hatte vor gut einem Jahrzehnt die strategische Entscheidung getroffen, einen eigenen Kartendienst statt der zunächst im iPhone verwendeten Google-Karten aufzubauen. Nach Startschwierigkeiten investiert der Konzern kräftig in den Dienst und schickte unter anderem Kamera-Autos auch in deutsche Städte.

Diese Bilder werden nicht nur für die „Umsehen“-Funktion genutzt, sondern auch für die Verbesserung der Karten bis hin zur Anzeige von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Details wie Zebrastreifen. Eine weitere Neuerung sind konkretere Navigations-Anweisungen wie etwa „rechts nach der nächsten Ampel“ statt „rechts nach 50 Metern“.

In Einkaufszentren soll die App nun auch nicht nur bis zum Parkhaus, sondern danach auch bis zum gewünschten Laden leiten. In mehreren deutschen Städten kann die Karten-App künftig auf die iPhone-Kamera zugreifen, um zur besseren Orientierung Richtungspfeile in das Straßenbild auf dem Display einzublenden.

Apple hatte die neue Version des Kartendienstes Anfang Juni vergangenen Jahres auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt. Sie war bisher in acht Ländern verfügbar, darunter die USA, Großbritannien, Spanien, Italien und Portugal.

dpa
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