Kupfer, Öl und Co.: Stress am Rohstoffmarkt – Preiseinbruch zeigt Furcht vor Rezession
Manche Rohstoffe werden wieder billiger.
Foto: Hartmut Schwarzbach_argus, Kelli - stock.adobe.com , Photocreo Bednarek - stock.adobeZürich. Ob Rohöl, Kupfer oder Agrarrohstoffe: Anleger ziehen sich seit Anfang Juni im großen Stil aus Rohstoffinvestments zurück. Das setzt die Preise unter Druck: So hat sich Öl der europäischen Sorte Brent seit Anfang Juni um mehr als 20 Prozent verbilligt. Der Preis für das wichtige Industriemetall Kupfer, ein vielbeachtetes Konjunktur-Barometer, ist im selben Zeitraum um 30 Prozent gefallen.
Michel Salden, Chefanlagestratege für Rohstoffe bei Vontobel Asset Management, beobachtet: „Die Korrektur, die Anfang Juni eingesetzt hat, ist sowohl von der Geschwindigkeit als auch vom Ausmaß beinahe so stark wie in der Finanzkrise 2008.“
Obwohl die fallenden Rohstoffpreise den starken Inflationsdruck abmindern, sind sie kein positives Signal für die Weltwirtschaft. Die Erwartung eines sogenannten Superzyklus hatte die Hoffnung geschürt, dass Konzerne dringend benötigte Investitionen in neue Projekte anschieben, um das Angebot an kritischen Rohstoffen für die Energiewende zu sichern.