Immobilien: Neuer Ärger für Adler: Investoren heizen Streit mit Adler Real Estate an
Grund für gute Laune gibt es beim Immobilienkonzern schon lange nicht mehr.
Foto: BloombergDüsseldorf, Berlin. Der Druck auf den schwer angeschlagenen Immobilienkonzern Adler Group wächst weiter, nachdem die Bafin am Montag bei der Tochter Adler Real Estate‧ für 2019 einen fehlerhaften Konzernabschluss festgestellt hat. Die Finanzaufsicht ist der Ansicht, dass die Gesellschaft 2019 ein bedeutendes Bauprojekt in Düsseldorf massiv falsch bewertet hat – maximal knapp eine Viertelmilliarde Euro zu hoch.
Deshalb wird nun der Ruf nach einer Sonderprüfung bei der Adler-Tochter immer lauter. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) kündigte an, dass sie eine solche Prüfung beantragen werde. Der Antrag soll im Vorfeld der anstehenden Hauptversammlung von Adler Real Estate Ende August eingereicht werden, wie die Agentur Bloomberg zuerst berichtete.
Die Anlegerschützer sind alarmiert: Man bewerte die die Mitteilung der Bafin als eine Bestätigung von Befürchtungen, dass die Bewertungsansätze bei der Adler Group unzutreffend sein könnten, so SdK-Vorstandsmitglied Marc Liebscher. „Vor dem Hintergrund, dass es nur eine Teilfeststellung der BaFin ist, befürchten wir zudem, dass weitere Beanstandungen festgestellt werden könnten.Liebscher hält es zudem für „bemerkenswert, dass die Adler Group immer noch auf ihren Bewertungsansätzen beharrt und meint, damit richtig zu liegen ohne bislang mit nennenswerten Argumenten dafür in die Öffentlichkeit getreten zu sein.“