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Pinterest-AktieAktivistischer Investor steigt bei Pinterest ein – Aktie legt 15 Prozent zu

Anleger steigen bei der Fotoplattform Pinterest ein und setzen auf eine Erholung am Tech-Markt. Allerdings gibt es weiterhin Probleme, wie die aktuellen Quartalszahlen zeigen.Andreas Neuhaus 02.08.2022 - 15:39 Uhr Artikel anhören

Die Aktie der Fotoplattform war eine der Gewinnerinnen der Coronazeit, stand zuletzt aber stark unter Druck.

Foto: Reuters

Düsseldorf. Die Aktie der Onlineplattform Pinterest startet mit einem Kurssprung in den Handel an der Wall Street. Die Papiere stiegen am Dienstag in der ersten Handelsstunde um rund 15 Prozent auf knapp 23 Dollar, nachdem der aktivistische Investor Elliott am Vorabend bekannt gegeben hatte, nun größter Aktionär zu sein.

Pinterest sei ein „hochstrategisches Unternehmen mit erheblichem Wachstumspotenzial“, erklärten Elliott-Geschäftsführer Jesse Cohn und Senior-Portfoliomanager Marc Steinberg am Montagabend. Man sei so von der Wertschöpfungschance bei Pinterest überzeugt, dass man größter Investor des Unternehmens geworden sei.

Wie groß der Anteil genau ist, gab Elliott nicht bekannt. Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte Mitte Juli berichtet, es seien mehr als neun Prozent.

Pinterest-Aktie ist von breiter Korrektur an der Börse betroffen

Die Aktie der Fotoplattform ist in diesem Jahr – ebenso wie andere Tech-Unternehmen – von der breiten Korrektur am Aktienmarkt betroffen. Wie seine Konkurrenten leidet Pinterest darunter, dass Werbekunden als Reaktion auf steigende Kosten und Rezessionsängste ihre Budgets kürzen. Seit Jahresbeginn stürzten die Titel um 45 Prozent ab.

Gegenüber dem Rekordhoch von 89,90 Dollar im Februar 2021 beträgt der Abschlag sogar mehr als 75 Prozent. Die Pinterest-Aktie hatte wie andere sogenannte „Stay at home“-Aktien stark von der Coronapandemie profitiert. Auf der Plattform können Menschen zu ihren eigenen Interessengebieten wie Mode, Essen oder Autos sogenannte Pinnwände zusammenstellen, auf denen ihnen Bilder anderer Nutzer angezeigt werden.

Elliott ist auch an Paypal, Ebay und Twitter beteiligt

Zuletzt verbesserte sich allerdings die Stimmung bei Tech-Aktien. Seit Mitte Juni legte der Index Nasdaq Composite, der die Wertentwicklung von 3000 an der Technologiebörse Nasdaq gelisteten Firmen abbildet, um mehr als zehn Prozent zu.

Auf diese Erholung setzt offensichtlich Elliott. Denn der aktivistische Investor stieg nicht nur bei Pinterest ein, sondern hat Informationen des Finanzdienstes Bloomberg zufolge auch Beteiligungen am Zahlungsdienst Paypal aufgebaut. Zudem erwarb er zuvor Beteiligungen unter anderem am Onlinemarktplatz Ebay, dem Kurznachrichtendienst Twitter und dem Telekommunikationskonzern AT&T.

Pinterest hatte am Montagabend nahezu zeitgleich mit der Elliott-Ankündigung seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Dabei verfehlten Gewinn und Umsatz die Erwartungen der Analysten, wie Daten des Finanzdienstes Refinitiv zeigen. Hintergrund sind steigende Kosten und eine geringere Verweildauer von Nutzern auf der Onlineplattform.

Die meisten Analysten raten nicht zum Kauf der Pinterest-Aktie

Analysten haben ihre Kursziele für Pinterest mittlerweile drastisch gekürzt. Während sie zum Jahresanfang noch ein Kursziel von 55 Dollar ausgegeben haben, trauen sie der Aktie aktuell auf Zwölfmonatssicht nur noch einen Kurs von 23 Dollar zu – also dem am Dienstag erreichten Niveau.

Von den 36 Analysten, die laut Refinitiv aktuell die Pinterest-Aktie bewerten, raten nur elf zum Kauf. 24 raten zum Halten, einer zum Verkauf.

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Mit Material von Reuters

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