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EnergiekonzernEnBW verdient weniger wegen steigender Gaspreise

Der baden-württembergische Energiekonzern EnBW leidet unter den steigenden Beschaffungskosten. Das Ökostromgeschäft wächst dagegen deutlich. 12.08.2022 - 12:31 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der Konzern hat zuletzt sein Schnellladenetzwerk deutlich ausgebaut.

Foto: imago images/Rene Traut

Düsseldorf. Der Energiekonzern EnBW kämpft wegen der Gas-Lieferkürzungen Russlands mit stark gestiegenen Beschaffungskosten und wird anders als der Konkurrent RWE auf die geplante Gas-Umlage zurückgreifen. „Die Situation ist nicht vergleichbar“, sagte Finanzchef Thomas Kusterer am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. RWE habe erklärt, wenig von den russischen Gaskürzungen betroffen zu sein.

EnBW mit der Gas-Handelstochter VNG habe hingegen im Halbjahr wegen der Gassituation bereits Einbußen in Höhe von knapp 550 Millionen Euro gehabt. Hohe Beschaffungskosten trugen mit dazu bei, dass die Karlsruher im ersten Halbjahr einen Rückgang des operativen Gewinns (Adjusted Ebitda) um 3,7 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro verbuchten.

Die Bundesregierung will mit der Umlage Gas-Importeure, Stadtwerke und andere Versorger entlasten, die wegen der Lieferkürzungen Russlands für das Ersatz-Gas hohe Summen aufbringen müssen. Die Kosten sollen auf alle Haushalts- und Industriekunden umgelegt werden. Die Höhe der Abgabe soll am Montag veröffentlicht werden. RWE hatte vor dem Hintergrund hoher Gewinne am Donnerstag angekündigt, die Mehrkosten selbst zu tragen.

Die Verwerfungen auf den Strom- und Gasmärkten haben auch die Forderung nach einer Verlängerung des Atomausstiegs befeuert. Bislang sollen Ende des Jahres die drei in Deutschland verbliebenen Meiler, darunter der EnBW-Reaktor Neckarwestheim 2, Ende Dezember abgeschaltet werden. EnBW hält die Möglichkeiten für einen Weiterbetrieb technisch für begrenzt.

„Wir gehen davon aus, dass unser Kernkraftwerk Neckarwestheim 2 Ende des Jahres abgeschaltet wird. Darauf bereiten wir uns entsprechend vor“, sagte Kusterer. Zunächst müsse aber das Ergebnis des Stresstests zur Versorgungssicherheit abgewartet werden. Mit den jetzigen Brennstäben sei ein Weiterbetrieb über 2022 hinaus nur für wenige Wochen möglich. Der Konzern bereite sich seit 2011 auf die Schließung seiner Meiler vor. Deshalb seien auch die Brennelemente relativ weit abgebrannt.

rtr
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