Ukraine-Krieg: Gegenoffensive der Ukraine legt Schwächen der russischen Armee offen, doch Kiew hat ein Problem
Die Position der russischen Besatzer in der Stadt Cherson wird zunehmend prekärer.
Foto: dpaWien. Politische Kommunikation in Kriegszeiten ist komplex. So fragen sich Experten aus aller Welt seit Wochen, weshalb die ukrainische Führung im Juli laut eine Großoffensive im Süden des Landes ankündigte, von der bis heute wenig zu sehen ist.
Zwar konnten die Streitkräfte einige Dutzend Dörfer zurückerobern. Auch die Nachschublinien der russischen Besatzer am rechten Ufer des Flusses Dnipro sind durch die Zerstörung von Brücken und Eisenbahnlinien stark unter Druck geraten.
Mit spektakulären Angriffen und Sabotageakten gegen das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte, einen Militärflughafen und Munitionslager auf der Krim sowie in Russland haben die Ukrainer zudem bedenkliche Schwachstellen des Gegners offengelegt.
Damit gelang es Kiew, die russische Feuerwalze im Donbass zumindest temporär zu bremsen. Moskau nimmt die Drohung einer Offensive im Süden durchaus ernst und verlegte zusätzliche Einheiten in die Gegend von Cherson und Saporischschja, um die Verteidigungslinien zu stärken.
Doch für einen entscheidenden Schlag, der diese auf breiter Front durchbrechen könnte, fehlen den Ukrainern nicht nur die Soldaten, sondern vor allem auch die schweren Waffen.