Gamescom: Kaum Finanzierung für Gesundheitsspiele
Die Gamingbranche entwickelt sich stetig weiter.
Foto: GamescomKöln. Auch wenn Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nicht zur Eröffnung der weltgrößten Computerspielemesse in Köln erschien, ließ er eine Videobotschaft übermitteln. „Es ist gut, dass die Gamescom nach zweijähriger Pause wieder die Tore öffnet“, sagte er. „Unser Ziel ist es, die Kreativität und Innovationskraft dieser spannenden Zukunftsbranche zu stärken und die Wertschöpfung an unserem attraktiven Games-Standort Deutschland weiter zu erhöhen.“
Gestern ging die Messe zu Ende. Sie war zwar zu einem späteren Zeitpunkt ausverkauft als im Jahr 2019, aber das Interesse an Videospielen ist nicht kleiner geworden. Im Gegenteil: Rund 9,8 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten Unternehmen mit Computerspielen (Software- und Hardware) im vergangenen Jahr in Deutschland. Im Jahr 2020 lag der Umsatz bei rund 8,3 Milliarden Euro. Während Spieleklassiker wie das Fußballspiel Fifa 2022 oder das Rennspiel Mario Kart 8 Deluxe 2021 hohe Umsätze erzielten, wurden Gesundheitsspiele kaum nachgefragt. Für die Entwicklung fehlt es oftmals schlicht an Kapital.
Mit einem Nagetier gegen Depressionen
Kerstin Schütt war mit ihrem Spiel „Duru“ zum ersten Mal auf der Gamescom. Sie ist Gründerin des Start-ups Twisted Ramble. Neben ihr arbeiten zwei Entwicklerinnen für das Unternehmen. In „Duru“ schlüpft der Spieler in die Rolle eines Nagetiers, das von einem Depressions-Monster gestört wird.