Nikkei, Topix und Co.: Konjunktursorgen setzen Asiens Börsen zu
Konjunktursorgen ziehen die Kurse nach unten.
Foto: APSydney. Aus Furcht vor einem Rückschlag für die Konjunktur fassen Investoren asiatische Aktien nur mit spitzen Fingern an. Der japanische Nikkei-Index und die Börse Shanghai bröckelten am Freitag um jeweils 0,1 Prozent auf 27.631 beziehungsweise 3182 Zähler ab. Der Hongkonger Leitindex büßte gut ein Prozent ein.
Die harte Haltung der US-Notenbank im Kampf gegen die Inflation mache Investoren nervös, sagte Masayuki Kichikawa, Chef-Anlagestratege vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui. Börsianer befürchten, dass die Fed bei einem anhaltend hohen Zinserhöhungstempo die weltgrößte Volkswirtschaft in eine Rezession stürzt.
Die US-Zinserhöhungsspekulationen gaben dem Dollar erneuten Rückenwind. Er markierte mit 140,39 Yen den zweiten Tag in Folge ein 24-Jahres-Hoch. In China drückten Corona-Lockdowns für weitere Millionenstädte auf die Stimmung, schrieben die Analysten der Bank Morgan Stanley. Gebremst wurden die Kursrückgänge aber von einer Rally der Chipwerte.
Nach dem US-Verbot von Exporten bestimmter Halbleiter nach China hoffen Investoren auf verstärkte staatliche Hilfen für die Branche durch die Regierung in Peking. Der chinesische Sektorindex stieg um 1,6 Prozent.