Ihr Kommentar im Handelsblatt: Wie stehen Sie zu Liz Truss, der neuen britischen Premierministerin?
Als neue Premierministerin ist sie in 10 Downing Street eingezogen.
Foto: Reuters10 Downing Street wird ab heute eine neue Bewohnerin haben. Denn Liz Truss hat sich in einer Mitgliederbefragung der Konservativen Partei gegen den ehemaligen Finanzminister Rishi Sunak durchgesetzt und ist damit neue britische Premierministerin.
Dabei ist sie mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: Die Energiekosten haben sich innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht, die Inflationsrate könnte bald auf 18 Prozent steigen, und Großbritannien droht eine Rezession. Doch Truss ist gewillt, diese Aufgaben anzugehen. In ihrer kurzen Dankesrede nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses versprach sie den Briten niedrigere Steuern, ein stärkeres Wirtschaftswachstum und Unterstützung in der Energiekrise.
Allerdings muss sich noch zeigen, wie sie gleichzeitig die Steuern senken und Geld für Unterstützungsleistungen aufbringen will. Diese auf Pump zu finanzieren könnte riskant sein, weil die Zinslast dann enorm ansteigen könnte. Genauso dürfte es ihr nicht leichtfallen, eine Steuer auf die Milliardengewinne der Energiebranche abzulehnen und gleichzeitig den Ärmsten des Königreichs direkte staatliche Hilfen zu verweigern.
Uns interessiert: Wie stehen Sie zu Liz Truss als neuer Premierministerin? Ist sie die richtige Person, Großbritannien durch diese ökonomische Krise zu führen? Und was sind die Gründe? Wie viel „Eiserne Lady“ steckt in Truss? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in fünf Sätzen an forum@handelsblatt.com. Ausgewählte Beiträge veröffentlichen wir mit Namensnennung am Donnerstag gedruckt und online.
In der EU stößt Truss jedenfalls auf große Skepsis, eine weitere Verschlechterung der bilateralen Beziehungen wird erwartet. Kommissionsbeamte und Europaparlamentarier warnen gar vor einem Handelskrieg, falls Truss wie angekündigt das Nordirland-Protokoll des Brexit-Vertrags aussetzt. Diese Klausel regelt den Handel zwischen Großbritannien und Nordirland. Größter Kritikpunkt der Briten: Sie sehen den freien Güterverkehr mit Nordirland und die politische Einheit des Königreichs gefährdet. Was meinen Sie, wie wird sich die Beziehung zur EU nun entwickeln?
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