Repräsentative Umfrage: Wohlstand, Klima, Karriere: So düster blicken Babyboomer und Generation Z auf die Zukunft
Junge Menschen gelten als optimistischer als ältere. Eine neue Studie zeigt: Beide Generationen machen sich Sorgen.
Foto: E+/Getty Images (2)Düsseldorf. Eigentlich sind junge Menschen für ihren Optimismus bekannt. Inflation, Energieknappheit, Rezessionsängste und Russlands Angriffskrieg in der Ukraine lassen jedoch die meisten 13- bis 26-Jährigen hierzulande offenbar so negativ auf die Zukunft schauen wie lange nicht. Das legt eine Studie des Analyseunternehmens Prognos im Auftrag der R+V Versicherungen nahe, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
Demnach blicken mehr als zwei Drittel der sogenannten Generation Z düster auf die bevorstehenden Jahre für die Gesellschaft. Das ist ein Negativrekord. Zum Vergleich: Noch im Jahr 2019 lag die Hoffnung auf eine bessere Zukunft laut Shell-Jugendstudie bei über 50 Prozent.
Für die aktuelle Prognos-Auswertung wurden 1000 Menschen der Generation Z in Deutschland befragt, also die Gruppe der heute 13- bis 26-Jährigen. Dazu kamen weitere 1000 Babyboomer (heute: 52 bis 66 Jahre). Auch bei ihnen haben 63 Prozent einen negativen Blick auf die Zukunft unserer Gesellschaft.
Beide Generationen gelten als besonders wichtig für den Arbeitsmarkt. So gehen in Deutschland in den kommenden 15 Jahren knapp 13 Millionen Babyboomer in Rente, fast ein Drittel aller heute Erwerbstätigen. Die Menschen, die nachrücken, gehören vor allem der Generation Z an. Sie werden in den kommenden zehn bis 40 Jahren Deutschlands Jobmarkt prägen. Immerhin: Auf ihre eigene Zukunft blicken 46 Prozent der jungen Generation zuversichtlich.