Energiekrise: Welche Maßnahmen jetzt gegen die drohende Rezession helfen
Wegen der enorm gestiegenen Energiekosten warnen Wirtschaftsverbände vor einer Deindustrialisierung.
Foto: Thomas Trutschel/photothek.netBerlin. Deutschland rutscht in eine Wirtschaftskrise. „Wir stehen am Beginn einer Rezession, die schlimmer werden könnte, als viele momentan glauben wollen“, sagt der Ökonom Jens Südekum. Die Deutsche Bank erwartet bereits einen Wirtschaftseinbruch von 3,5 Prozent im nächsten Jahr.
Anders als früher führt ein Konjunkturabsturz aber nicht zu niedrigeren, sondern zu immer höheren Preisen. Das liegt vor allem an den hohen Energiekosten. Viele Bürger stellen sich die Frage, ob sie ihre nächste Nebenkostenabrechnung noch werden zahlen können.
Angesichts dieser Lage ist klar: Die Politik muss handeln. Nur, welche Maßnahmen wirken am besten? Das Chaos bei der Gasumlage zeigt, wie schwer sich die Bundesregierung mit der Krisenbewältigung tut.
Drohende Rezession: Was Ökonomen Deutschland jetzt raten
Das Handelsblatt hat Deutschlands Topökonomen befragt, welche Maßnahmen die Bundesregierung jetzt auf den Weg bringen und wovon sie lieber die Finger lassen sollte.
Verstaatlichungen von Energieversorgern
Ökonomen halten den Weg, angeschlagene Versorger wie Uniper zu verstaatlichen, für richtig: „Generell erscheint eine Rettung der Unternehmen, die von Insolvenz bedroht sind, unter Beteiligung insbesondere der Eigenkapitalgeber sinnvoller als eine reine Übernahme der Zusatzkosten durch den Staat“, sagte Karen Pittel vom Ifo-Institut. „Der Einstieg des Staats ist der richtige Schritt“, sagt auch die Wirtschaftsweise Veronika Grimm.