SEC: US-Börsenaufsicht will umstrittene Payment-for-Order-Praxis wohl doch nicht verbieten
Die US-Börsenaufsicht will den Handel für Kleinanleger transparenter gestalten.
Foto: ReutersNew York. Die US-Börsenaufsicht SEC wird den Brokern nun doch nicht die umstrittene Praxis des Payment for Order Flows verbieten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Damit bleibt eine Praxis legal, die vor allem Brokern wie Robinhood und Virtu einen Großteil ihrer Einnahmen bringt. Deren Aktienkurse legten am Donnerstag in New York zwischenzeitlich um mehr als zehn Prozent zu.
Bei dem sogenannten Payment for Order Flow (PFOF) können Broker-Häuser wie Robinhood oder Charles Schwab Aufträge von Kleinanlegern direkt an große Handelshäuser wie Citadel oder Virtu weiterleiten, die diese Orders abwickeln. Im Gegenzug erhalten die Broker für die Weiterleitung Rabatte oder Zahlungen.
Für auf Kleinanleger spezialisierte Broker wie Robinhood ist das eine wichtige Einkommensquelle, weil sie meist keine Gebühren von ihren Kunden nehmen. Die Regulierer befürchten jedoch, dass Orders nicht an diejenigen weitergeleitet werden, die die besten Kurse bieten, sondern die höchsten Rückvergütungen.
In Ländern wie Großbritannien, Kanada und Australien ist diese Praxis verboten.