Biotech-Industrie: Deutsche Biotechfirma will bessere Therapien für schwerstkranke Covid-Patienten auf den Weg bringen
Vorangegangene Gespräche mit der US-Behörde habe man als sehr ermutigend empfunden, so Inflarx-Chef und -Gründer Niels Riedemann.
Foto: InflaRxFrankfurt. Mit zwei Neuentwicklungen aus der Biotech-Branche im Zulassungsverfahren bei der US-Arzneimittelbehörde FDA zeichnen sich erstmals seit fast zwei Jahren wieder neue Therapie-Optionen für schwerstkranke Covidpatienten ab. Beide Wirkstoffe zeigten in klinischen Studien Überlebensvorteile für Covidpatienten, sind zugleich aber auch mit gewissen Unsicherheiten behaftet, was die Aussagekraft der Daten betrifft.
Zum einen handelt es sich dabei um den Wirkstoff Sabizabulin, den die US-Krebsforschungsfirma Veru in Europa und den USA eingereicht hat und mit dem sich ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA am 9. November befassen wird.
Zum anderen geht es um das Medikament Vilobelimab, für das die deutsche Biotech-Firma Inflarx vor wenigen Tagen ebenfalls eine Notfallzulassung bei der FDA beantragte. Vorangegangene Gespräche mit der US-Behörde habe man als sehr ermutigend empfunden, so Inflarx-Chef und -Gründer Niels Riedemann. Mit der europäischen Arzneimittelagentur Ema laufen Gespräche über einen möglichen Zulassungsantrag.
Wenige Therapieoptionen für schwere Fälle
Für das junge Jenaer Unternehmen wäre eine Zulassung eine besonders wertvolle Bestätigung für ihren Forschungsansatz im Bereich der Entzündungskrankheiten und damit ein Meilenstein für die weitere Unternehmensentwicklung.