Berliner Neobroker: Trade Republic expandiert in elf Länder der Euro-Zone
Der Neobroker erschließt neue Märkte.
Foto: dpaFrankfurt. Trade Republic begibt sich auf Expansionskurs: Der Berliner Neobroker erschließt elf neue Märkte und ist damit künftig in insgesamt 17 Märkten der Euro-Zone vertreten. Das gab Trade Republic am Dienstagmorgen bekannt.
„Die Inflation in der Euro-Zone ist stark angestiegen – das sollte ein Weckruf für alle Europäer sein“, sagte Christian Hecker, Mitgründer von Trade Republic. Alle Europäer müssten Zugang zum Kapitalmarkt haben, um langfristige Investitionen tätigen zu können, am Wirtschaftswachstum teilzuhaben und so letztendlich für den Ruhestand vorzusorgen.
Bislang war der Neobroker in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und Österreich vertreten. Künftig können auch Menschen aus Belgien, Estland, Finnland, Griechenland, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Portugal, der Slowakei und Slowenien auf das Angebot von Trade Republic zugreifen.
Das 2015 gegründete Unternehmen bietet unter anderem den Handel von Aktien, ETFs und Sparplänen an. Auf Orderprovisionen wird verzichtet, pro Transaktion fällt eine Fremdkostenpauschale von einem Euro an. Anfang Oktober dieses Jahres starteten die Berliner zudem mit dem Handel von Aktienbruchteilen, auch „Fractional Shares“ genannt. Dadurch können Kunden auch in deutlich höher bewertete Aktien eines Unternehmens investieren.
Die eigene Kundenzahl gab Trade Republic in den vergangenen Monaten immer nur mit „mehr als eine Million“ an und das verwaltete Vermögen mit mehr als sechs Milliarden Euro.
Finanzkreisen zufolge sollen die Zahlen mittlerweile jedoch deutlich größer sein. So soll die Anzahl der Kunden aktuell bei etwa zwei Millionen liegen, das verwaltete Vermögen soll zudem etwa zwölf Milliarden Euro betragen, hieß es. Eine Sprecherin von Trade Republic wollte sich auf Nachfrage nicht äußern.
Der Berliner Neobroker sammelte zuletzt im Juni dieses Jahres 250 Millionen Euro an frischem Kapital von Investoren ein und konnte seine Bewertung nach eigenen Angaben auf fünf Milliarden Euro steigern.
„Dass wir in den letzten Monaten den Markteintritt in mehreren europäischen Ländern geschafft haben, war wesentliche Voraussetzung, um die Investoren für die Erweiterung der Finanzierungsrunde zu gewinnen“, so Hecker damals. Nun setzt er diesen Expansionskurs weiter fort.