Kolumne Geoeconomics: Warum es auch nach dem Ende des Ukraine-Kriegs keinen Frieden geben wird
Es geht Russland oder China darum, zu destabilisieren, was uns ausmacht.
Foto: dpaEs kann nicht oft genug wiederholt werden: Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist auch ein Angriff auf die europäische Sicherheitsordnung. Das gemeinsame Haus Europa liegt in Trümmern, und Sicherheit in Europa wird auf absehbare Zeit nicht mehr mit, sondern in Abgrenzung von Russland funktionieren.
Auch die Hoffnung, dass es nach dem Krieg einen stabilen Frieden geben wird, trügt. Selbst ein Ende der russischen Kampfhandlungen gegen die Ukraine wird vermutlich keinen dauerhaften Frieden nach Europa bringen, wenn man das Wort Frieden anspruchsvoll begreift, nämlich als mehr als die Abwesenheit militärischer Gewalt.
Die Zeiten, in denen sich Krieg und Frieden sauber trennen und Konflikte sich klar begrenzen ließen, sind vorbei. Das Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine wird eher dazu führen, dass der Konflikts mit anderen Mitteln fortgesetzt wird; und das nicht nur in der Ukraine, sondern auch gegenüber den EU- und Nato-Staaten. Das heißt: Das Ende des Krieges wird also nicht Frieden bedeuten, sondern Konflikt.