Märkte-Insight: Tristesse an den Märkten – Notenbanken werden zum Stimmungskiller
Zuletzt war die Stimmung besser, sagt Handelsblatt-Redakteurin Astrid Dörner – bis zu den wichtigen Notenbanksitzungen in dieser Woche.
Foto: HandelsblattErinnern Sie sich noch an Spacs? Oder an die Gamestop-Rally? An so genannte Meme-Stocks wie AMC und Bed Bath and Beyond? Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, als Investoren nicht genug bekommen konnten von den Börsenmänteln, die mit viel Geld Start-ups wie den Elektroautobauer Lucid an die Börse brachten. Und als junge Trader mit ihren riskanten Wetten auf erfolglose Unternehmen die Wall Street auf den Kopf stellten.
„Die Luft ist aus allen Blasen entwichen“, attestiert der unabhängige Kapitalmarktberater Ed Yardeni. Die vielen Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) haben die Normalität an die Märkte zurückgebracht.
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Der Spac-Index des US-Börsensenders CNBC, der die Performance der Start-ups nach dem Börsengang misst, ist seit Januar um 64 Prozent eingebrochen. AMC und Bed Bath and Beyond liegen jeweils gut 80 Prozent im Minus. Der Kryptomarkt erlebt buchstäbliche eine Eiszeit. Und NFTs, jene digitalen Statussymbole, für die Anleger im vergangenen Jahr noch sechs- oder siebenstellige Summen zahlten, sind in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.