Garantiezertifikate: Anlegen mit geringem Risiko: Die Rückkehr von Vollkasko-Investments
Der Zinsumschwung ermöglicht die Rückkehr von sogenannten Kapitalschutzzertifikaten, die früher als Garantiezertifikate bekannt waren.
Foto: mauritius images / Igor BarsukovDüsseldorf. Acht Jahre lang war Geldanlage einfach: Aktien waren alternativlos, weil es keine Zinsen gab – doch das hat sich mit dem Wiederanstieg der Zinsen geändert. Mittlerweile sind nicht nur Anleihen wieder attraktiver, sondern auch andere Produkte, deren Ausgestaltung von Zinsen abhängt. Oliver Saake, Derivateexperte bei der DZ Bank, berichtet: „Die Nachfrage nach strukturierten Zinsprodukten und Kapitalschutzzertifikaten ist deutlich gestiegen.“
Dieser Zinsumschwung ermöglicht auch eine Rückkehr der kapitalgarantierten Produkte. Das sind Zertifikate, die eine Rückzahlung der gesamten Investitionssumme garantieren und gleichzeitig bei einem Anstieg des zugrunde liegen Basiswerts Rendite bieten – quasi Investieren mit Vollkaskoschutz.
Diese Derivate hießen früher mal Garantiezertifikate, was aber die Finanzaufsichtsbehörde Bafin störte, weil es sich dabei quasi um eine Anleihe handelt. Nun lautet der Name Kapitalschutzzertifikat.
Attraktiv für vorsichtige Anlegerinnen und Anleger
Die Renditechance ist zwar aufgrund der Garantie begrenzt, für risikoscheue Anlegerinnen und Anleger bieten diese Produkte derzeit aber wieder ansehnliche Konditionen. Noch vor einem Jahr, als die Zinsen bei vielen Laufzeiten negativ waren, konnte es am Markt keine attraktiven Kapitalschutzzertifikate geben. Das hat sich geändert.