Ukraine-Krieg: Künstliche Intelligenz an der Front: Kann moderne Software den Krieg grundlegend verändern?
Viele Experten sind sich einig, dass die Technologie der ukrainischen Armee einen wesentlichen Vorteil verschafft hat.
Foto: IMAGO/Sipa USABerlin. Eingegraben im Schlamm, in der Hand Granaten, Gewehre und Panzerfäuste – bei den Videos ukrainischer Einheiten vom Schlachtfeld kommen einem schnell Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg in den Sinn. Das ist das eine Bild des Krieges in der Ukraine, wo seit fast einem Jahr gekämpft wird.
Ein anderes wiederum zeigt Soldaten mit Tablets in der Hand, die auf eine digitale Karte zugreifen, von dort aus Ziele auswählen und angreifen.
Viele Experten sind sich einig, dass die Technologie der Ukraine einen wesentlichen Vorteil verschafft hat. Hier kämpft eine digitale Armee, die zahlen- und waffenmäßig weit unterlegen ist, gegen eine analoge, die technisch nicht mithalten kann.
Die Bandbreite der ukrainischen Entwicklungskraft und Kreativität reicht von einem Programm, das mittels Künstlicher Intelligenz in Echtzeit Panzer identifiziert, bis hin zu selbstgebastelten Drohnen oder ferngesteuerten Elektrofahrzeugen, die mit schweren Maschinengewehren oder anderen Waffen beladen sind.
In den USA fiel dazu der Begriff „MacGyver-ing“ – in Anlehnung an den Fernsehserien-Helden Angus McGyver, einer Art Geheimagent und Abenteurer, der sich den brenzligsten Situationen handwerklich zu helfen wusste.