Private Altersvorsorge: Was es mit Riester- und Rürup-Rente auf sich hat
...die betriebliche Altersvorsorge. Wer auf sie verzichtet, verschenkt in vielen Fällen bares Geld.
Foto: ImagoMünchen. Aus Sicht von Philipp Vorndran kümmern sich die meisten Menschen hierzulande so gerne um ihre Finanzen wie sie zum Zahnarzt gehen. Zwar gibt es keine Umfrage, die die Aussage des Kapitalmarktstrategen des Investmenthaus Flossbach von Storch belegt, doch wer ehrlich zu sich ist, verschiebt Finanzfragen und die nach der Rente gern auf Tage, an denen sonst nichts zu tun ist.
Das ist keine Schande, denn die Frage „Wie sorge ich fürs Alter vor?“ ist keine, die sich mit einem Satz beantworten lässt. Daher gibt es viele Produkte, die versprechen, diese Arbeit zu übernehmen.
Einige davon sind staatlich gefördert wie die Riesterrente, die Rentenkürzungen aufwiegen soll, oder die Rürup-Rente, die Selbstständigen hilft eine Rente aufzubauen. Beide setzen oft auf einem Produkt auf, das rein rechnerisch jeder Deutsche besitzt: eine private Lebens- oder Rentenversicherung. Das Handelsblatt zeigt, was es damit auf sich hat und für wen sich Riestern oder die Rürup-Rente lohnt.
1. Wie Lebens- und Rentenversicherungen funktionieren
Lange Zeit waren die Begriffe private Altersversorgung und Lebens- und Rentenversicherungen fast synonym. Das waren die Jahrzehnte, in den diese Policen Renditen von sechs oder mehr Prozent abwarfen und ihren Inhabern eine auskömmliche Rente bescherten.