Value-Aktien: Darum setzen Anleger nach dem Tech-Boom auf preiswerte Aktien
Frankfurt. Es war ein reichlich trüber Start in die neue Woche für Tech-Aktien. Am Dienstag sackten die Kurse an der US-Technologiebörse Nasdaq um 2,5 Prozent ab. Auch am Mittwoch setzten sich die Verluste im frühen Handel fort. Das ist nur eine Momentaufnahme, aber sie passt zu einer längerfristigen Entwicklung, die derzeit viele Finanzprofis umtreibt.
Technologieaktien haben in den vergangenen Jahren viele Anleger reich gemacht. Doch nach Einschätzung prominenter Investoren ist der Trend gekippt, zugunsten von günstiger bewerteten Titeln aus klassischen, traditionellen Wirtschaftsbranchen, die im Fachjargon unter dem Rubrum Value-Aktien zusammengefasst werden.
„Value-Werte dürften der Favorit bleiben, nicht die Wachstumstitel“, glaubt Vincent Mortier, der als Chefstratege des großen französischen Vermögensverwalters Amundi für rund zwei Billion Euro verantwortlich ist. Diese These wird seiner Meinung nach auch halten, wenn die Märkte nach der starken Rally seit Herbst vergangenen Jahres noch einmal kippen sollten. „Die Anleger sind zu optimistisch“, warnt der Franzose.
Value-Aktien gelten als vielversprechend
Mortier gehört zu jenen Experten, die nach den deutlichen Kursgewinnen zu Jahresbeginn mit einer deutlichen Korrektur rechnen. Wenn die Investoren erst einmal mit rückläufigen Unternehmensgewinnen dank schwächerer Konjunktur und weiter steigenden Zinsen konfrontiert würden, könnten die großen Indizes in den USA und Europa um bis zu 25 Prozent fallen, glaubt der Franzose.