
Südkorea will zwei internationale Investmentbanken wegen Leerverkäufen bestrafen
Die südkoreanische Finanzaufsicht FSS schlägt vor, gegen zwei weltweit tätige Investmentbanken Rekordstrafen zu verhängen, weil sie „routinemäßig und absichtlich“ ungedeckte Leerverkäufe getätigt haben. Das gilt in Südkorea als illegal.
Die in Hongkong ansässigen Abteilungen der beiden Banken hätten zwischen 2021 und 2022 ungedeckte Leerverkäufe in verschiedenen Wertpapieren getätigt und könnten daraus zusätzliche Gewinne erzielt haben, teilte die Finanzaufsichtsbehörde am Sonntag mit. Die Namen der Banken nannte sie nicht.
Lokale Medien, darunter die Korea Economic Daily, berichten aber, dass es sich bei ihnen um BNP Paribas und HSBC handele. Ein BNP-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab, während ein HSBC-Sprecher nicht sofort eine Antwort gab.
Die genaue Höhe der Bußgelder müsse nun ein Ausschuss der nationalen Finanzaufsichtsbehörde Financial Services Commission (FSC) endgültig festlegen. Dann würde auch die Identität der Banken öffentlich bekannt gegeben.
Die südkoreanischen Behörden haben in der Vergangenheit bereits Geldverwalter wegen illegaler Leerverkäufe aufgedeckt und bestraft. Es ist aber das erste Mal, dass derartige Verstöße bei globalen Banken festgestellt wurden, die in Korea Geschäfte tätigen, so der FSS.



