Aktienmarkt: Immobilienbranche führt Liste größter „Kapitalvernichter“ an
Für den deutschen Leitindex geht es seit Jahresanfang wieder aufwärts. 2022 war hingegen ein verlustreiches Jahr – auch für Aktionäre einiger Einzelunternehmen.
Foto: BloombergDüsseldorf. Zahlreiche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren herbe Kursverluste verzeichnet. Ihre Aktionäre haben dadurch bereits viel Geld verloren, sollten aber nicht auf einen baldigen Richtungswechsel vertrauen. Das sagt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).
Besonders betroffen davon ist der Immobiliensektor. Zu den größten „Kapitalvernichtern“ der vergangenen Jahre zählt die DSW die Corestate Capital Holding SA und die Adler Group. Auch Konzerne des obersten deutschen Börsenliga finden sich auf der Negativliste der 50 schwächsten Kursperformer 2022, die die Vereinigung am Donnerstag vorstellte.
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Es sei ein Warnsignal, „das man als Aktionär ernst nehmen sollte, wenn eine der Gesellschaften, die man im Depot hat, auf einer DSW-Watchlist auftaucht“, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. „Gerade die Unternehmen, die bereits vor der Corona-Krise angeschlagen waren, finden sich in einer besonders prekären Situation wieder“, warnte er.
„Wer bisher Probleme mit seinem Geschäftsmodell hatte, wird sie 2023 erst Recht haben.“ Mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine würden sich die Probleme potenzieren und vertiefen.