Elektromobilität: Neue Hoffnung für den Lithiumbergbau in Deutschland
Trotz des Verkaufs des Zinnwald-Projektes bleibt der alte Eigentümer der neue.
Foto: Getty ImagesZürich. In die Entwicklung des Lithiumvorkommens Zinnwald im Erzgebirge kommt Bewegung. Grund ist ein neuer strategischer Minderheitsaktionär: das Unternehmen Advanced Metallurgical Group (AMG) des erfahrenen deutschen Rohstoffmanagers Heinz Schimmelbusch. AMG hält seit Mitte März 25 Prozent an der in London gelisteten Gesellschaft Zinnwald Plc.
Im Gespräch mit dem Handelsblatt gibt Schimmelbusch erstmals Einblick in seine Pläne für Zinnwald. Er sagt: „Wir halten von Zinnwald sehr viel.“ Gemeinsam mit dem aktuellen Management suche man nun nach einer optimalen Entwicklungsmöglichkeit für das Projekt. Schimmelbusch signalisiert zudem, eine mögliche Kapitalerhöhung mittragen zu wollen: „Wir sind darauf vorbereitet, weiteres Eigenkapital bereitzustellen.“
Für das Lithiumvorkommen in der traditionsreichen Bergbauregion im Erzgebirge ist der Einstieg von AMG eine gute Nachricht. Der Abbau von Zinn und Wolfram in der Region war bereits nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengebrochen. Seit den 50er-Jahren sondieren Geologen, wie das Lithiumvorkommen ausgebeutet werden könnte. Auch in jüngster Vergangenheit hat das Vorkommen eine wechselhafte Geschichte hinter sich.