Gründerszene: Christian Lindner will Start-ups massiv bei der Steuer entlasten
Der Bundesminister der Finanzen schafft neue Steuerprivilegien.
Foto: dpaBerlin. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will den Start-up-Standort Deutschland stärken. Eine neue Reform der Mitarbeiterbeteiligung bringt nun auch größeren Start-ups Vorteile. Demnach soll für diese Firmen, wenn sie Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen, künftig ein deutlich höherer Steuerfreibetrag gelten, und zwar von 5000 Euro pro Kopf statt wie bisher 1440 Euro.
Dies geht aus einem Gesetzesentwurf des Bundesfinanzministeriums zum „Zukunftsfinanzierungsgesetz“ hervor, der dem Handelsblatt vorliegt und am Montag in die Ressortabstimmung ging. „Der Finanzstandort Deutschland bekommt ein Update“, hieß es in Ministeriumskreisen. Mit der Reform wolle man den „deutschen Kapitalmarkt auf die nächste Stufe heben“.
Lindner will auch das in der Start-up-Szene viel kritisierte „Dry Income“-Problem lösen, bei dem Mitarbeitende Firmenanteile versteuern müssen, bevor sie sie zu Geld machen können. Besonders wichtig für die Szene: Von allen Vorteilen sollen künftig deutlich mehr Start-ups als bisher profitieren, die Grenzen für die Zahl der Mitarbeiter, Alter und Umsatz der Firmen werden angehoben.
Christian Lindner: Reform soll Start-ups um 1,3 Milliarden Euro entlasten
Laut dem Gesetzesentwurf entlastet die Reform die Start-ups um gut 1,3 Milliarden Euro pro Jahr. In Kraft treten soll die Reform Anfang 2024. SPD-Fraktionsvizin Verena Hubertz nannte das Vorhaben einen „Durchbruch“. Der jetzt vorliegende Gesetzesentwurf „geht allem Anschein nach in die richtige Richtung“, sagte Start-up-Verbandschef Christian Miele