Aktien-Anlage: Warum das UBS Wealth Management zu weniger Aktien rät
Die UBS erwartet, dass Unternehmen in den USA und Europa 2023 weniger verdienen werden als 2022. Dies würde deren Aktienkurse belasten.
Foto: dpaFrankfurt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Bankenkrise rät die größte Vermögensverwaltung der Welt Anlegern zu Zurückhaltung bei Aktieninvestitionen. UBS Global Wealth Management verwaltet Vermögen in Höhe von 3,4 Billionen US-Dollar. Nach der Zwangsübernahme des ehemaligen Konkurrenten Credit Suisse rechnet sie mit einem verwalteten Vermögen von über fünf Billionen Dollar.
„Wir sehen im Markt eine Vertrauenskrise bei Banken“, sagt Maximilian Kunkel. Er berät die wohlhabenden Kundinnen und Kunden sowie Family-Offices von UBS Global Wealth Management als Kapitalanlagestratege. Diese Vertrauenskrise habe Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Ausrichtung der Geldanlage. „Seit knapp zwei Wochen empfehlen wir aus taktischer, also kurzfristiger Sicht auf sechs bis zwölf Monate, Aktien insgesamt im Portfolio unterzugewichten“, sagt er im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Besonders skeptisch sind Maximilian Kunkel und seine Kollegen für die US-Aktienmärkte und dort speziell für die US-Banken. Lesen Sie hier mehr zu den Aktienempfehlungen des Chefanlagestrategen der UBS im deutschsprachigen Raum.
Zur Geschäftspolitik der UBS und darüber, was die Übernahme der Credit Suisse für die UBS bedeutet, darf Kunkel nicht sprechen. Beantworten darf er aber die von seinen Kunden in diesen Tagen oft gestellten Fragen, wie die Verwerfungen bei den Banken einzuordnen sind und welche Folgen sie haben.