Anschlussfinanzierung: Welche Kosten auf Immobilien-Eigentümer zukommen
Um das Eigenheim energetisch zu sanieren, brauchen viele Besitzer zusätzliches Geld.
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München. Viele Immobilieneigentümer verspüren eine wachsende Unsicherheit, wenn sie an die Zukunft ihres Eigenheims denken. Die Nachrichtenflut rund um das Thema Immobilien und energetische Maßnahmen reißt nicht ab. So will das Bundeswirtschaftsministerium schrittweise den Abschied von Öl- und Gasheizungen einleiten. Die Europäische Union plant, die energetischen Mindeststandards für Gebäude europaweit anzuheben.
Die Materialkosten sind kräftig gestiegen, hinzu kommt ein Mangel an Handwerkern. Etliche Eigner machen sich in dieser Gemengelage Gedanken darüber, welche Aufgaben und vor allem welche Kosten in den nächsten Jahren auf sie zukommen.
Wie groß die Unsicherheit ist, merkt auch Henryk Seeger, Geschäftsführer der GNIW Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft. Die bietet Hauseigentümern einen sogenannten Rückmietkauf für die eigene Immobilie an. Das Modell richtet sich eigentlich an ältere Eigentümer, die auf diese Weise das in der Immobilie steckende Vermögen nutzen wollen.
Anschlussfinanzierung: Immobilien-Eigentümer sind verunsichert
„Unsere Kunden sind normalerweise im Schnitt Mitte 70. Derzeit melden sich aber auch deutlich jüngere Interessenten“, berichtet Seeger. Das Alter der Anfragenden beginne mittlerweile bei Mitte 40. „Das kannten wir bisher noch nicht”, sagt er. Selbst jüngere Hauseigentümer seien wohl verunsichert angesichts der geplanten Maßnahmen und möglichen Kosten, schlussfolgert er.